Česky Deutch

Sechzig Fachleute und Spitzenpolitiker treffen sich in Cheb zur Konferenz des Deutsch-tschechischen Gesprächsforums

Sechzig führende Persönlichkeiten der deutsch-tschechischen Beziehungen – Historiker, Politiker und andere Repräsentanten des öffentlichen Lebens aller politischen Richtungen – haben die Einladung zur Konferenz der Arbeitsgruppe „Erinnerungsorte“ des deutsch-tschechischen Gesprächsforums angenommen, die am 5. Juni 2010 im Museum Cheb/Tschechien stattfindet. Die Ausrichtung der Konferenz des deutsch-tschechischen Gesprächsforums übernahm die sowohl im wissenschaftlichen, als auch im Kultur- und Bildungsbereich tätige Gesellschaft Collegium Bohemicum mit Sitz in Ústí nad Labem.

„Wir boten unsere Erfahrungen im Bereich der professionellen Organisation vergleichbarer Veranstaltungen, unser Know-how in Bezug auf die deutsch-tschechischen Beziehungen und gute Kontakte zu den Organisatoren der jährlichen Konferenzen des deutsch-tschechischen Gesprächsforums auf der deutschen Seite an. Wir möchten dazu beitragen, dass die Konferenzen des Deutsch-tschechischen Gesprächsforums zu einer Plattform des offenen und aktuellen deutsch-tschechischen Dialogs in einem breiteren europäischen Kontext werden“, sagt die Direktorin des Collegium Bohemicum, Blanka Mouralová.

Thema der Konferenz am 2.6. in Cheb: „Erinnerungsorte“

Anhand von Beispielen werden die geladenen Fachleute gemeinsame Erinnerungsorte des deutsch-tschechischen Raums analysieren. „Erinnerungsorte“ sind nicht nur geografische Punkte auf der Landkarte, sondern auch reale oder mythische Persönlichkeiten, Bauwerke und Denkmäler, Vorstellungen, Werke aus Kunst und Literatur, die gemeinsam eine kollektive Identität schaffen. Die Redner werden sich mit den Unterschieden von identitätsstiftenden Erinnerungsorten aus tschechischer und deutscher Perspektive beschäftigen, sowie mit der Frage der Manipulation von Erinnerung, die vor allem die Geschichte des 20. Jahrhunderts betrifft oder mit dem Wandel von Identifikationsobjekten, wie sie sich etwa in der heutigen kollektiven Identifikation mit bedeutenden nationalen sportlichen Erfolgen zeigt. Die Arbeitsgruppe, welche die Konferenz unter der Führung des tschechischen Senatsabgeordneten Luděk Sefzig initiiert hat, interessiert sich vor allem für die Möglichkeit, eine solche Herangehensweise an die Geschichte über die Suche nach den wichtigsten Erinnerungsorten in breitem Umfang pädagogisch zu nutzen.

Zu Wort kommen werden z. B. der Historiker Prof. Milan Hlavačka, der Philosoph und Soziologe Prof. Miloš Havelka, die Kunsthisorikerin Prof. Milena Bartlová oder Prof. Rudolf Jaworski aus Kiel.

Der grenzübergreifende Charakter der Veranstaltung wird auch dadurch betont, dass die Konferenzteilnehmer aus den Reihen des deutsch-tschechischen Gesprächsforums direkt aus dem sächsischen Marktredwitz anreisen werden, wo sie am Tag zuvor zu einer Sitzung zusammenkommen.

Das deutsch-tschechische Gesprächsforum pflegt den deutsch-tschechischen Dialog. Als offene und demokratische Plattform bringt es all jene zusammen, die an einer Verstärkung der deutsch-tschechische Kooperation interessiert sind. Das Forum entstand im Dezember 1997 auf der Grundlage der deutsch-tschechischen Erklärung vom Januar desselben Jahres. Schwerpunkt ihrer Arbeit sind jährliche Konferenzen, an denen regelmäßig 100-200 deutsche und tschechische Gäste aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur teilnehmen. Die nächste Jahreskonferenz findet am 8.-9.10.2010 in Prag im Gebäude der Technischen Nationalbibliothek zum Thema „Innovation“ statt. Ein wichtiges Projekt des deutsch-tschechischen Gesprächsforums ist das deutsch-tschechische Jugendforum, eine bilaterale Dikussionsplattform für Jugendliche aus der Tschechischen Republik und aus Deutschland. Auf deutscher Seite hat der frühere Bundestagsabgeordnete Gert Weisskirch den Vorsitz des Gesprächsforums inne, auf tschechischer Seite der Senator und Vorsitzende des Senatsausschusses für Angelegenheiten der Europäischen Union Luděk Sefzig. Finanziert werden die Aktivitäten des deutsch-tschechischen Gesprächsforums vom deutsch-tschechischen Zukunftsfonds.

Arbeitsgruppenkonferenz des deutsch-tschechischen Gesprächsforums„Erinnerungsorte“
5. 6. 2010
Museum Cheb, Stadthaus Cheb/Tschechische Republik

Medienvertretern organisieren wir gerne einen Shuttle-Service von Prag nach Cheb und zurück (Abfahrt Prag 7:00Uhr, Rückfahrt 20:45 Uhr),bzw.. eine Unterkunft in Franzensbad (Františkovy Lázně) vom 5. bis 6. Juni.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an den Koordinator der Konferenz Ondřej Pavlík pavlik@collegiumbohemicum.cz, Tel.: 00420/776 222 387.