Česky Deutch

Eröffnung der Ausstellung Zeugen für Menschlichkeit

Mit Teilnahme des Botschafters der Bundesrepublik Deutschland Dr. Christoph Israng, des Bundesvorsitzenden der Ackermann-Gemeinde Martin Kastler und anderer Gäste wurde am 17. Oktober 2017 im Museum der Stadt Aussig/Ústí nad Labem die Wanderausstellug Zeugen für Menschlichkeit feierlich eröffnet. Das Thema der Ausstellung ist christlicher sudetendeutscher Widerstand zwischen 1938-1945. Die Veranstaltung im Rahmen der 19. Tschechisch-Deutschen Kulturtage in Aussig wird von der Ackermann-Gemeinde (München), Sdružení Ackermann-Gemeinde (Prag), Museum der Stadt Aussig und Collegium Bohemicum organisiert.
Die Ausstellung Zeugen für Menschlichkeit stellt in zehn Lebensbildern Menschen vor, die sich aus christlicher Überzeugung gegen den Nationalsozialismus gestellt haben und so Opfer dieses menschenverachtenden Regimes wurden. Es handelt sich um fünf Priester, zwei Ordensfrauen und drei Laien, die mit ihrem Lebenszeugnis auf je einer Stele als Beispiel und Vorbild vor uns stehen. Das Ende des Nationalsozialismus durften die vorgestellten Personen nicht mehr erleben. Sie starben schon vorher in den Konzentrationslagern oder wurden hingerichtet. An sie und darüber hinaus an alle weiteren christlichen sudetendeutschen NS-Gegner der Jahre 1938 bis 1945 will die Ausstellung erinnern. Ein „Gedenkbuch“ mit allen bisher bekannten Namen bildet daher den Abschluss.
Die Autoren der Ausstellung sind Ackermann-Gemeinde, Sdružení Ackermann-Gemeinde und die Tschechische christliche Akademie. Zum Anlass der Seligsprechung von P. Engelmar Unzeitig wurde die Ausstellung zum ersten Mal 2016 auf Deutsch in Würzburg gezeigt. Im Emmauskloster in Prag wurde die Ausstellung im Februar 2017 erstmalig auf Tschechisch präsentiert. Danach wurde die Ausstellung in verschiedenen Städten mit Unterstützung von der Hanns Seidel Stiftung und des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds gezeigt. Die Entstehung der Ausstellung wurde durch die Tschechische Bischofskonferenz, das Erzbistum Prag und den Verband der Diözesen Deutschlands gefördert.
In Aussig wird die Ausstellung erstmalig auf Tschechisch und auf Deutsch gezeigt. Bis zum 2. November bleibt die deutsche Version in Aussig und wird danach nach Dresden verlegt. Die tschechische Version können die Besucher noch bis zum 19. November im Museum der Stadt Aussig anschauen, woraufhin sie nach Reichenberg/Liberec verlegt wird.