Česky Deutch

Nach Wahl eines Verwalters öffentlicher Aufträge beginnt das Collegium Bohemicum mit dem Aufbau der musealen Dauerausstellung „Unsere Deutschen“

Die gemeinnützige Gesellschaft Collegium Bohemicum hat mittels eines Auswahlverfahrens einen Verwalter für öffentliche Aufträge gewählt. Dieser wird das Collegium Bohemicum in Rechtsfragen vertreten und zudem die Vergabe der öffentlichen Aufträge für die Ausgestaltung der musealen Dauerausstellung „Unsere Deutschen“ verwalten. Zum Verwalter wurde das Anwaltsbüro von M.A. Pavel Marek mit Sitz in Prag gewählt. Das Collegium Bohemicum beschreitet somit die nächste Etappe der Vorbereitungen für die museale Dauerausstellung und kann nun die jeweiligen mit der Ausstellung zusammenhängenden öffentlichen Aufträge ausschreiben.

Das gewählte Vorgehen bei der Auswahl des Verwalters öffentlicher Aufgaben stand ganz in Einklang mit den Gesetzen und geltenden Vorschriften. Dazu wurde auch der Standpunkt des Kulturministeriums Tschechiens eingeholt. Das Ergebnis des Auswahlverfahrens ist ein Rahmenvertrag über die Erbringung rechtlicher Beratung und die Verwaltung von Vergabeverfahren, welcher bereits zusammen mit dem Rechtsanwalt M.A. Pavel Marek unterschrieben wurde. „Ich bin froh, dass es uns gelungen ist, einen Verwalter für öffentliche Aufträge auszuwählen, und dass wir zum eigentlichen Aufbau der Ausstellung fortschreiten können. Auf die Zusammenarbeit mit M.A. Marek freue ich mich sehr und glaube fest, dass es uns gemeinsam gelingen wird, dieses lang erwartete Ausstellungsprojekt zu einem erfolgreichen Ende zu bringen,“ sagt der Historiker und Direktor des Collegium Bohemicum Petr Koura. „Ich bin sehr dankbar, dass ich im Auswahlverfahren um den Verwalter öffentlicher Aufträge für die Ausgestaltung der musealen Dauerausstellung „Unsere Deutschen“ erfolgreich war. Es ist mir eine Ehre und Freude, dass ich mich in Zusammenarbeit mit dem Direktor des Collegium Bohemicum Doktor Petr Koura an der Verwirklichung dieser Ausstellung beteiligen kann. Und auch, dass ich bei der Darstellung der Bedeutung des kulturellen Erbes behilflich sein kann, welches die deutschsprachige Bevölkerung in den böhmischen Ländern über Jahrhunderte mitgeprägt hat,“ erklärt der gewählte Verwalter öffentlicher Aufträge M.A. Pavel Marek.

Zeitgleich mit der Beendigung des Auswahlverfahrens für den Verwalter öffentlicher Aufträge beantragte das Collegium Bohemicum die Schöpfung finanzieller Mittel aus dem durch das Kulturministerium Tschechiens genehmigten Investitionsvorhaben zum Zwecke des Aufbaus der musealen Ausstellung „Unsere Deutschen“. „Dies ist der erste Schritt zur Schöpfung der Mittel, die für die eigentliche Ausgestaltung der Ausstellung vorgesehen sind und die vom Kulturministerium für diesen Zweck alloziert wurden. Es war nicht leicht, allen administrativen Anforderungen gerecht zu werden, denn das Programm, dem unser Projekt unterliegt, ist in erster Linie bestimmt für Zuschussbetriebe und nicht für gemeinnützige Gesellschaften. Zusammen mit Tomáš Okurka, dem interimistischen Direktor, der weiter im Collegium Bohemicum tätig ist, haben wir es aber geschafft. Wir haben vor, weiterhin nach diesem Modell vorzugehen und die Schöpfung finanzieller Mittel zu beantragen, die sofort an die jeweiligen Zulieferer oder Dienstleister weitergegeben werden. Auf diesem Weg würde ich gerne der Angabe widersprechen, dass das Collegium Bohemicum vom Kulturministerium einen Betrag von 50 Millionen Kronen erhält, denn diese Mittel werden erst nach Vorlage entsprechender Verträge und Rechnungen ausgeschüttet. Sie werden zudem ausschließlich für die Ausgestaltung der musealen Ausstellung verwendet. Die Arbeit des Collegium Bohemicum selbst wird weiterhin durch die Betriebssubvention der statutarischen Stadt Aussig finanziert,“ sagt Petr Koura.

In nächster Zeit wird das Collegium Bohemicum ein Auswahlverfahren zur Aktualisierung des architektonischen Projekts der Ausstellung und deren Kurator ausschreiben. Gleichzeitig wird sich das Collegium Bohemicum auch weiterhin kulturellen Aktivitäten widmen, in nächster Zeit also vor Allem dem Festival „Tschechisch-Deutsche Kulturtage“.